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Herzlich Wilkommen beim Obst- und Gartenbauverein Waldhausen.

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Einweihung des Streuobst- und Weinbauzentrums am Remsmittelpunkt

Mit einer feierlichen Einweihung hat der Obst- und Gartenbauverein Waldhausen e.V. das neue Streuobst- und Weinbauzentrum am Remsmittelpunkt offiziell seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Gäste aus Politik, Vereinen, Handwerk und Bürgerschaft waren der Einladung in die traditionsreiche Obstanlage gefolgt, um gemeinsam die Fertigstellung des besonderen Projekts zu feiern.

Der Vorsitzende des OGV, Sebastian Zinßer, begrüßte die Anwesenden in der nahezu 65 Jahre alten Obstanlage und erinnerte an die lange Entstehungsgeschichte des sogenannten „Häkelhauses Luginsland“. Dieses geht auf ein Kunstprojekt der Remstal-Gartenschau 2019 zurück, bei dem 55 Häklerinnen und Häkler – darunter 53 Frauen, ein Mann und ein Kind – den bekannten Häkelüberwurf geschaffen hatten. Die Idee, diesem besonderen Gemeinschaftswerk eine dauerhafte Heimat zu geben, wurde nun mit dem neuen Gebäude umgesetzt.

Zinßer dankte in seiner Ansprache zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus Stadt und Landkreis, Handwerk und Ehrenamt. Ein besonderer Dank galt Landrat Dr. Joachim Bläse, Bürgermeisterin Marita Funk sowie Architekt Dionys Ottl, die das Projekt maßgeblich begleitet und ermöglicht hätten. Ebenso wurden die zahlreichen beteiligten Firmen, Sponsoren und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ausdrücklich gewürdigt sowie der Zuschuss über 25.000 Euro durch die Stadt.

In den Grußworten betonten alle Rednerinnen und Redner die besondere Bedeutung des Projekts. Bürgermeisterin Marita Funk hob hervor, dass aus einer ursprünglich temporären Idee der Remstal-Gartenschau ein dauerhafter Ort der Begegnung entstanden sei. Das neue Zentrum sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was durch Engagement, Kreativität und Zusammenarbeit im Ehrenamt in Lorch entstehen könne. Sie würdigte insbesondere den damaligen Einsatz der Häkler/innen sowie den nun kürzlich zurückliegenden Einsatz des OGV Waldhausen, der das Projekt eigenständig vorangetrieben habe.

Landrat Dr. Bläse bezeichnete das Vorhaben als Projekt mit besonderer Strahlkraft, das zeige, wie stark das Ehrenamt in Lorch und im Ostalbkreis verankert sei. Während andernorts die „weißen Stationen“ der Gartenschau abgebaut würden, sei hier ein nachhaltiger neuer Ort geschaffen worden, der das Remstal und den Ostalbkreis miteinander verbinde.

Architekt Dionys Ottl zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Ergebnis und betonte die starke Symbolik des Projekts, das in besonderer Weise durch ehrenamtliches Engagement getragen worden sei. Initiator Thomas Vetter erläuterte zudem die Idee der Nachnutzung des Häkelüberwurfs und die technische Umsetzung des Gebäudes.

Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die symbolische Baumpflanzung zu Ehren des Landrats. Sie steht stellvertretend für die Verbundenheit mit dem Thema Streuobst und die nachhaltige Entwicklung des Standorts.

Der OGV Waldhausen hat mit dem neuen Streuobst- und Weinbauzentrum einen Ort geschaffen, der künftig für Veranstaltungen, Schulungen und Begegnungen genutzt werden soll und gleichzeitig interessierten Besucher/innen ermöglichen soll den bekannten Häkelüberwurf zu besichtigen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und gestiegener Baukosten ist es gelungen, das Projekt durch Eigenleistung, Spenden und große Unterstützung aus der Region zu realisieren.

Mit der Einweihung wurde ein besonderes Kapitel abgeschlossen – und zugleich ein neuer Ort für gemeinschaftliches Arbeiten, Lernen und Begegnen eröffnet.